1. März 2021 gravitycoach

Um den Menschen im Training besser zu “bewegen”, muss man sich die Evolutionsgeschichte mal genauer anschauen. Lass es uns mal versuchen:

Als zweibeinige Säugetiere sind wir eine Laune der Natur. Die Art, wie wir uns bewegen, macht uns zur Erfolgsstory im Tierreich. Wir sparen durch den aufrechten Gang enorm viel Energie. Dies erlaubt uns das proportional schwerste Gehirn aller Lebewesen zu haben.

Remember:

Dein 1400g schweres Gehirn verbrennt mindestens 20% deiner zugeführten Kalorien. Energetisch ist das verdammt “teuer”. Das Gehen auf zwei Beinen muss also sehr lukrativ sein. Wie könnten wir Menschen es uns sonst leisten, so einen kleinen Energieschlucker in unserem Oberstübchen zu erlauben? In der Natur gibt es schließlich ein oberstes Gesetz: Energie sparen!

Offensichtlich meint die Evolution es gut mit uns. Und unser Gehirn ist offensichtlich die effizienteste Waffe der Erdgeschichte. Was da alles spannendes aus solchen Gehirnwindungen entsprungen ist, muss ich Dir nicht erklären. Und dafür brauchten wir keine Reißzähne oder Pranken.

Doch wenn ich doch so ein sonderbares Geschöpf bin, dann sollte ich mich auch dementsprechend verhalten.Was bedeutet das jetzt für das Training? Na easy, einfach Übungen auf einem Bein stehend machen. Als Zweibeiner verbringst Du ohnehin beim Gehen 80% auf nur einem Bein. Also warum nicht auch im Training berücksichtigen?! Ergibt doch Sinn, oder?

Daher bin ich ein absoluter Verfechter von einbeinigen Übungen, wie des einbeinigen Kreuzheben. Hierfür nutze ich gerne eine Hantel  oder Kettlebell, um eben analog zum Einbeinstand auch einarmig arbeiten zu können.Wie Du im Video erkennen kannst, halte ich das Gewicht auf der Seite in der Hand, wo sich auch mein Standbein befindet. Natürlich kannst Du auch über die Diagonalen arbeiten. Dann hat die Übung einen anderen Effekt. 

Achte besonders auf 3 Dinge:

  1. Beuge das Standbein nur leicht
  2. Bemühe Dich um einen geraden Rücken
  3. Bewege die Hantel in Richtung Standfuß

Wenn Du solche unilateralen Übungen machst, würde ich grundsätzlich weniger Gewicht und viele Wiederholungszahlen machen. In diesem Fall würden sich 3×15 Wiederholungen pro Standbein anbieten. Danach weißt Du, was Du getan hast 😜. Schnappe Dir also ein Equipment mit ein bisschen Load und ran an die Übung. Hast Du kein adäquates Gewicht, solltest Du etwas online bestellen. Diese Pandemie beweist auf eindrucksvollste Weise, dass es sich lohnt ein Mini-Gym zu Hause zu haben. 

Wundere Dich übrigens nicht, wenn Du einen deutlichen Zug im Standbein spürst, während Du das Gewicht ablässt. Das ist ein gewollter Stretch und verhilft Dir zu mehr Beweglichkeit in der Beinrückseite. Diese Übung eignet sich also auch als eine Art Mobility-Übung. Ist das nicht toll? Zwei Fliegen mit einer Klappe.

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