15. März 2020 gravitycoach

Serratus ist der neue Latissimus

Der Latissismus ist ohne Zweifel einer der wichtigsten Muskeln unseres Körpers. Er ist ein großflächiger Rückenmuskel und über die dicke Rückenfaszie Thoracolumbalis mit dem Gluteus Maximus “verheiratet”. Die Wirkungsweise des Lat’s ist in vielen Bewegungen quasi für den “Arsch”.

 

Zudem wirkt der Latissimus als Antriebsmuskel beim Laufen und ist ein inoffizieller Coremuskel. Gerade bei Schulterdominanten Bewegungen wie z.b. im Gymnastics, Calisthenics oder Weightlifting kommt oft das volle Potenzial des Lat’s nicht zur Geltung, wenn die Schulter nicht stabilisieren kann. Klar sind hierfür in erster Linie die Muskeln vom Schulterblatt zum Oberarmknochen sehr wichtig. Jeder, der schonmal eine Schulterverletzung davongetragen hat, kennt diese Muskeln. Es heißt dann nicht selten: Du musst deine #Schultermanschette stärken!Aber für wirklich Bulletproof-Schultern brauche ich vor allem Stabilität der Schulterblätter. Genauer bei der Anbindung an den Brustkorb. Habe ich hier ein Defizit, kann der Lat unter anderem verantwortlich an einem Schulter-Impingement sein.

Kommen wir zum M. serratus anterior

Eines der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Schulterblatt-Stabilisator ist der Serratus Anterior. Er ist mit seinen Freunden, den Rhomboiden und dem Trapezius die “Schulterblatt-Security”. Der Serratus ist bei vielen Menschen oft sehr unterentwickelt, da es oft in Organisations-Kompetenzen der Wirbelsäule mangelt. Z.B. sind BWS-Rotationen vieler Sportler/ Menschen mangelhaft. Gerade hier wird die Verbindung des Serratus über die schrägen Bauchmuskeln  sehr interessant.

 

Des Weiteren ist es eine optische Angelegenheit. Durch die Anbindung des Schulterblatts an den Brustkorb, kommt der Latissimus optisch erst wirklich zur Geltung. Grundsätzlich trainieren wir den Serratus optimal mit Pushbewegungen. Daher kommt wohl auch der Begriff  “Boxermuskel”. Gerade bei Überkopfbewegungen ist die Aktivierung des Serratus essentiell. Hier arbeite ich am liebsten mit meinem treusten Trainingspartner Gravity und einer Kettlebell. Gerade wenn ich die Kettlebell Upside-Down halte, habe ich durch die Schwerkraft einen perfekten Kraftvektor als Lehrer. Ich muss nämlich versuchen die Kettelbell samt meines Unterarms stets im Lot zu halten. In der Push-Bewegung nach oben wird es tough, wenn der Serratus noch zu schwach ist. Ich kenne kaum eine effektivere Übung als diese.

 

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