Es geht schon längst nicht mehr um reine Fitness …

Bewegung bedeutet Leben! In jeder Zelle unseres Körpers ist Bewegung. Jedes Haar, jeder Muskel, jede Faszie, ja sogar jeder Knochen erneuert regelmäßig seine Zellen und ist somit in “Bewegung”.

Doch bewegen wir uns heutzutage noch artgerecht?

Ist die Qualität unserer Bewegung ausreichend, um gesund zu bleiben? Und wie sieht ein richtiges und adäquates Training aus?

Wenn man sich die Geschichte der Menschheit genauer anschaut wird schnell klar, dass sich der Mensch heute entgegen seiner Evolution verhält. Wusstet Du zum Beispiel, dass wir die besten Ausdauerläufer der Erde sind? Es gibt kein Lebewesen, das so lange am Stück laufen kann, wie wir. Kein Pferd, kein Gnu, kein Löwe und kein Hund schafft es, so lange Distanzen am Stück zu laufen, wie es unser Körper im Prinzip vermag. Dies ist kein Zufall, sondern geradezu logisch. Als einziger aufrecht gehender Primat, spart unser Körper aufgrund seiner Haltung enorm viel Energie. Ein artverwandter Affe, wie der Schimpanse benötigt für das Gehen bis zu 70% mehr Energie, als wir Menschen. Warum?

Nun, der Affe nutzt alle vier Gliedmaßen, um sich fortzubewegen, was durch den hohen Muskeleinsatz viel Energie kostet. Zudem haben wir Füße, die im Laufschritt wie kleine Sprungfedern funktionieren. Das spart Kraft.

Also völlig zu unrecht werden Füße heutzutage stiefmütterlich behandelt. Bilden sie mit ihren 100 Muskeln pro Fuß doch unser Fundament! Wir sprechen hier also von nahezu ein Drittel aller Muskeln nur für die Füße. Zum Vergleich: der menschliche Körper besitzt ca. 650 Muskeln. Niemand trainiert adäquat diese wichtigen Körperteile. Stattdessen wird jenes, was uns mitunter zum erfolgreichsten Ausdauer-Jäger aller Zeiten gemacht hat, in klobiges Schuhwerk reingepresst. Viel zu enge “Käfige” für unsere Zehen und Fersenkeile beeinflussen unsere Bewegungskompetenz zum negativen. Können vor allem eine halbe Millionen Propriozeptoren in den Fußsohlen uns keine richtige Wahrnehmung für eine gute Körperhaltung  liefern.

Tiefe Hocke

Auch ist interessant, dass die effizienteste Pausenposition des Homo Sapiens die tiefe Hocke ist.

Oft sichtet man diese noch im asiatischen Raum oder bei Naturvölkern. Warum nicht mehr bei uns? Ganz einfach, weil wir sie in unserem Alltag nicht mehr brauchen. Was aber nicht heißt, dass unser Körper es nicht braucht. Menschen, die noch in der Lage sind problemlos für lange Zeit in die tiefe Kniebeuge zu kommen, haben nachweißlich weniger orthopädische Probleme. Die tiefe Hocke ist tatsächlich eine Art evolutionäres Erbe unseres Körpers. Wir sind also dafür gemacht!

Doch was machen wir alltäglich mit unserem Bewegungswunder “Körper”? Nicht viel. Heutzutage sitzen wir nicht selten 8 Stunden täglich und mehr. Wir essen im Sitzen, Lernen in Schulen und auf der Uni im Sitzen und arbeiten oft mehrere Jahrzehnte im Sitzen. Nutzen Busse, Bahn und Autos um von A nach B zu kommen und lassen den Tag oft auf der Couch im Sitzen oder krumm rumlümmelnd ausklingen.

Doch unser Körper ist von der Natur geschaffen worden, um bis zu 40 Kilometer am Tag zu Laufen und zu gehen. Zu klettern, zu krabbeln zu springen und vieles mehr. Und da wundern wir uns warum wir bei unserer zivilisierten Lebensweise schmerzhafte Bandscheibenvorfälle erleiden, Knieschäden davontragen und keine uneingeschränkte Lebensqualität genießen können? Für viele ist eine Erfindung der Neuzeit, das Fitnessstudio, die Lösung. Man begibt sich auf klobige Kraftmaschinen und wieder drückt oder zieht man diverse Gewichte … im Sitzen. Oder man stellt sich wie ein Hamster im Laufrad auf Cardiogeräte, um lästige Pfunde runterzustrampeln. Der neuste Schrei: EMS- Training, wo mit Hilfe von Stromimpulsen der Körper 20 Minuten lang zu Höchstleistungen getrimmt wird. Und das in einer schnelllebigen Zeit, wo jeder ohnehin viel Stress hat?! Ich frage mich, was das mit Fitness zu tun hat.

Move more… but the right way! Es gibt zwar keine falschen Bewegungen in dem Sinne, aber es gibt oft essentielle Bewegungen, die in unserem Bewegungsvokabular fehlen.

Diese Missing Links in der eigenen Bewegung zu finden und zu beheben sollte für einen gesunden Körper oberstes Gebot sein. Das lässt sich auch wunderbar mit einem ästhetischem Ziel verbinden. Doch ist die reine Körperästhetik in vielen Fällen wichtiger, als der richtige und natürliche Umgang mit dem eigenen Körper. Wenn wir nicht in der Lage sind , unser eigenes Körpergewicht zu meistern, sollten wir unseren Körper nicht noch mit externen Ladungen zusätzlich belasten. Unser Körper ist den ganzen Tag bereits mit seinem vollen Körpergewicht beladen und durchläuft verschiedene Bewegungsmuster mit dem eigenen Körpergewicht. Macht es dann nicht Sinn, den Körper mit dem eigenen Körpergewicht in seiner Fitness zu steigern?

Welche Art von Bewegung brauchen wir also?

Hier kommt der Begriff  „Movement“ ins Spiel, welchen man als freie, natürliche und dreidimensionale Bewegungen bezeichnen kann. Es werden Bewegungen berücksichtigt, für die wir von Mutter Natur gemacht worden sind. Die wir regelmässig wie Vitamine unserem Körper zuführen müssen, wie z.B. Krabbeln, Springen, Sprinten, Hocken, Drücken, Ziehen, Tragen, Stoßen, Rotieren, Balancieren, Hängen, usw.

Aber auch Bewegungen, die uns  im jeweilen Alltagsverhalten unterstützen. Ein Zahnarzt braucht andere Zusatzübungen als der Friseur. Ein Movement-Training trainiert also auch deinen Alltag und sollte an dich selbst und dein Leben angepasst sein.

In meinem Personal Training lege ich sehr viel Wert darauf, dass ein Körper sich wieder gemäß seiner Bestimmung bewegen kann. Es geht dann nicht primär darum, im sportlichen Sinne gut zu performen, sondern den Körper wieder fit für den Alltag zu machen und ihm die Bewegungsreize zuzuführen, die wir im Alltag leider nicht mehr benötigen. Mehr Informationen erhätst Du unter www.gravitycoach.com

Was ist Calisthenics?

Was heißt eigentlich „Calisthenics“ und wofür steht es? 🤔 Die Calisthenics (griechisch: καλός, kalos „schön“, „gut“ und σθένος, sthenos „Kraft“) sind eine Form des körperlichen Trainings, für die nur das eigene Körpergewicht genutzt wird 💪🏽🐒.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden klassische Eigengewichtübungen abgewandelt und mit Elementen aus anderen Sportarten kombiniert. Ausgangspunkt des Ganzen war New York. Durch die dort vorhandenen Sportparks konnten die Menschen ohne Fitnessstudios ihrem Training nachgehen. Sport oder Workout Parks bestehen dabei meist aus diversen Klimmzugstangen, Barren und Hangelstrecken, so dass hauptsächlich mit dem eigenen Körpergewicht trainiert wird.

Verschiedene Gruppen entwickelten ihren eigenen Stil, indem sie die klassischen Calisthenics mit Übungen aus dem Turnen, Breakdance, Hip Hop und Freerunning kombinierten oder sich selbst neue Bewegungen ausdachten. Diese Gruppen stellten Videos der neuartigen Form von Calisthenics ins Internet und lösten damit, vor allem in Osteuropa, einen regelrechten Boom aus.

Ich persönlich habe dieses Jahr mit diesem Sport gestartet, da ich kaum ein vergleichbares Coretraining kenne. Die Jungs und Mädels haben eine so starke Körpermitte, dass eine gute Körperspannung aufzubauen zu ihren leichtesten Übungen zählt.
Eine gute Körperspannung, bzw. gute Corearbeit brauchen wir in JEDEM Sport!!
Warum? Eben weil es die Körpermitte ist, unseren Ober- mit dem Unterkörper verbindet und unsere wichtigste Bewegungseinheit kontrolliert: unsere Wirbelsäule!
Seit ich nun einige Übungen aus dem Calisthenics mache, bin ich besser im Laufen, Capoeira, Gymnastics, Weightlifting und sogar Yoga geworden. 😬 Und das Schöne: einen Sixpack gibt es gratis dazu 😍😜.

Probiert es aus. 👍🏽

 

Alkohol und Sport

Hier habe ich einen tollen Beitrag über Alkohol auf der Homepage von Freeletics entdeckt. Den solltest du unbedingt lesen!

Neun unbequeme Fakten

Viele Athleten sind sich schon lange bewusst, dass Alkoholkonsum und ein gesunder Lebensstil sich widersprechen und verzichten aus Gründen der sportlichen Performance auf Alkohol. Doch gerade in der Vorweihnachtszeit wird man beinahe täglich mit alkoholischen Getränken konfrontiert. Da vielen gar nicht bewusst ist, was Alkohol eigentlich anrichten kann – auch langfristig – wollen wir euch im Folgenden kurz und knapp die wichtigsten Fakten zum Thema Alkohol und Training vorstellen.

1. Erhöhung des Stresslevels

Alkohol lässt den Spiegel des Stresshormons Cortisol steigen. Zum einen seid ihr daher gereizter und schlechter gelaunt, zum anderen sorgt Cortisol als Gegenspieler des Testosterons (dessen Spiegel sinkt) für Muskelabbau und hemmt den Abbau von Fettgewebe!

2. Weniger Wachstumshormone

Alkoholverzehr hemmt die Ausschüttung von Wachstumshormonen, welche von äußerster Wichtigkeit für Regeneration, Fettabbau und Muskelaufbau sind. Ohne Wachstumshormone gibt es keinen Trainingserfolg und keinen Fortschritt!

3. Schlechte Schlafqualität

Alkoholkonsum wirkt sich negativ auf die Schlafqualität aus, welche aber überaus wichtig für die Regeneration ist. Ohne qualitativ hochwertigen Schlaf, keine Performance, kein Fettabbau, kein Muskelaufbau!

4. Hemmung der Nährstoffaufnahme

Alkohol liefert 7,1 kcal Energie pro Gramm und könnte daher zu den Makronährstoffen gezählt werden. Das Problem jedoch ist: Diese Energie muss sofort verwertet werden, der Körper kann sie nur sehr schlecht speichern und umbauen. Das bedeutet, dass die Verbrennung der Kalorien aus anderen Nährstoffen in dieser Zeit auf Eis gelegt wird und diese stattdessen fast sofort als Fett gespeichert werden. Auch die Aufnahme von Vitalstoffen ist gehemmt, wenn Alkohol sich im Stoffwechsel befindet. Der Effekt einer gesunden Ernährung wird so durch Alkohol zunichte gemacht.

5. Dickmacher Alkohol

Wenn von Alkoholkalorien die Rede ist, reden wir von reinem Alkohol, der so nicht getrunken wird, sondern sich immer z.B. in Bier, Wein, Cocktails o.ä. befindet. Und diese Getränke enthalten alle jede Menge Zucker, der direkt als Energie in den Fettzellen gespeichert wird, da der Körper ja damit beschäftigt ist, den Alkohol abzubauen. Nicht zu vergessen, dass vor, während oder nach dem Alkoholkonsum meist sehr deftig und ausgiebig gegessen wird (vor allem da Alkohol den Appetit steigert), sodass diese Energie ebenfalls in den Körperfettspeichern eingelagert wird.

6. Dehydrierung

Alkohol dehydriert in sehr starkem Maße, was aus den verschiedensten Gründen schon gefährlich genug ist. Außerdem werden Stoffwechselprozesse noch ineffizienter und langsamer, da dem Körper Wasser als Grundlage für chemische Reaktionen fehlt.

7. Fehlübertragung von Nervenreizen

Trainieren nach Alkoholkonsum – auch am nächsten Tag – kann besonders fatal sein! Zum Einen kann der Körper stoffwechselbedingt den Trainingsreiz kaum verarbeiten, zum Anderen fehlen ihm aufgrund der dehydrierenden Wirkung wichtige Mineralstoffe, sodass die Kontraktionsfähigkeit der Muskulatur herabgesetzt ist. Schlimmer noch: Es kann zu Krämpfen, Verletzungen und ernsthaften Muskelentzündungen kommen.

8. Schwächung des Immunsystems

Alkohol schwächt aus den oben genannten und vielen weiteren Gründen das Immunsystem – und krank werden möchte ja wirklich niemand!

9. Schon kleine Mengen sind schädlich

Nicht nur die Zeit rund ums Training ist betroffen – es sollte jedem einleuchten, dass unmittelbar davor oder danach zu trinken absolut kontraproduktiv ist. Schon kleine Mengen können den Trainingserfolg zunichte machen. Alkohol greift so massiv in oben genannte Systeme ein, dass sich die Folgen auch langfristig bemerkbar machen.

Fazit

Hormonhaushalt und Stoffwechsel und somit eigentlich alle Prozesse im Körper werden massiv durcheinandergebracht. Darunter leiden Schlaf, Regeneration, Fettabbau und Muskelwachstum gleichermaßen. Überlegt euch also genau, was euch euer Körper und eure harte Arbeit wert ist, bevor ihr zum Glas greift. Wer trotzdem meint, nicht auf Alkohol verzichten zu können, sollte den Konsum möglichst gering halten und energieärmere Sorten wählen sowie darauf achten, dass Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt halbwegs ausgeglichen bleiben, indem mindestens genauso viel Wasser getrunken wird.

Immer wieder gibt es Gerüchte und neue Erkenntnisse über die angeblich gesundheitsfördernde Wirkung von Alkohol: Dass Weißbier beispielsweise isotonische Eigenschaften hat oder Rotwein gut für die Herzgesundheit sein soll. Zwar gibt es Studien, die bestätigen, dass Alkohol (in Maßen genossen) gut für die Gesundheit ist. Häufig ist jedoch nicht ganz klar, ob die Wirkung auf den Alkohol an sich oder einen hohen Gehalt an anderen Inhaltsstoffen wie Flavonoiden oder Mineralstoffen zurückzuführen ist. Wir von Freeletics raten auf jeden Fall von Alkohol in jeglicher Form ab. Alle Vitalstoffe findet ihr zu genüge in anderen Lebensmitteln und Getränken.

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